Das schreibt der Gießener Anzeiger in seiner Ausgabe vom 10.09.2009:
Christopher Platt Sieger der Kurzdistanz
3. Dünsberg Mountainbike Marathon: Max Friedrich überragt auf der Langstrecke
BIEBERTAL (pit). Ideale Bedingungen herrschten zur dritten Auflage des Dünsberg Mountainbike Marathons. Rund um den am frühen Morgen noch mit einem kleinen Wolkenkleid bedeckten Dünsberg hatte der AMC Rodheim-Bieber wieder ein anspruchsvolles Event für weit über 500 Mountainbiker organisiert. Über die drei Strecken von 30, 55 und 110 Kilometer kämpften neben zahlreichen Top-Athleten auch 129 Holländer an den zum Teil sehr steilen Auf- und Abfahrten gegen die Uhr. Manche trugen es sportlich aus und kannten nur den "Schweinehund" als Gegner. Chapeau für zahlreiche Freizeitsportler, die die Ziellinie erreichten, denn auf sie wartete ein eigens präparierte Strecke mit zahlreichen Höhepunkten. Die "Fellingshäuser Rutsche" am Kelten-Tor zog zahlreiche Zuschauer an. Hier ging es 100 Meter fast senkrecht einen Hang hinab, so dass viele Teilnehmer abstiegen und ihr Bike lieber schoben. Die Zuschauer nutzten auch den eigens eingerichteten Shuttle-Bus, der zwischen der Sporthalle und dem Dünsberg-Parkplatz stündlich verkehrte, um dabei zuzusehen.
Hauptorganisator und Streckenbauer Markus Kneissl, selbst auf der langen Distanz unterwegs, hatte die rund um den Dünsberg führende Strecke ausgetüftelt. Neben Feld- und Waldwegen mussten zahlreiche Singletracks durch den Wald absolviert werden. Einige davon führten zur Bergwertung oben auf den Dünsberg. Steil hinab ging es dann wieder durch das Gehölz. Mut und Können waren hier gefragt, um die teils sehr steilen Pfade ohne Sturz zu bewältigen. Die Strecke war noch ein wenig feucht am Morgen, trocknete aber zunehmend ab.
So konnte der Einsatzleiter vom Deutschen Roten Kreuz, Christian Betz, von einer doch sehr "ruhigen" Veranstaltung sprechen. Lediglich 20 ambulante Behandlungen, wie Schürfwunden oder Prellungen sorgten nicht für den großen Andrang am eigens aufgestellten Sanitätszelt an der Großsporthalle in Rodheim. Neben der medizinischen Versorgung sorgten 100 Helfer vom AMC Rodheim-Bieber und der Jugendspielgemeinschaft für einen reibungslosen Ablauf der Großveranstaltung.
Generalprobe für 2010
Bewährt hatte sich bereits die Begleitung der Führenden sowie die Sicherung der Strecke durch versierte Endurofahrer. Sieben Motorräder waren im Einsatz und sorgten so für eine sichere Strecke. Thomas Gerlach, Organisator des AMC, zeigte sich sehr zufrieden mit der Veranstaltung und sprach von einer gelungenen Generalprobe für die Deutschen Meisterschaft im nächsten Jahr. Zudem konnte ein Scheck über 1000 Euro an die "Tour der Hoffnung" übergeben werden.
Petra Behle schickte die Teilnehmer der Langstrecke (zwei Runden à 55 Kilometer) auf den Weg. Eine halbe Stunde später folgten die Sportler der Kurzstrecke, anschließend der Minimarathon über 30 km. Bie diesem ging es nicht über den Dünsberg, sondern am Berg vorbei wieder auf die Strecke. Als Schnellster absolvierte die 30 km in der Zeit von 1:06:52.71 Stunden Christopher Platt (AMC Rodheim-Bieber). Paul Schumacher (1:07:04.95, RSC Wiesbaden) wurde vor Andre Van Doornick (1:07:43.16, Bike Team Baumberge) Zweiter. Anne Gnedinger (1:29:18.55, Cappel) siegte bei Damen vor Juliane Köhnen (1:30:21.64, Rockenberg) und Miriam Wittek (1:31:40.16, Team Titania Gießen).
Die größere Schleife gewann Nick Van den Heuvel (2:15:23.39, Reto, NL) vor Rene Hördemann (2:15:39.07, KSV Baunatal) und Nard Clabbers (2:16:51.11, Dirty-Hill, NL). Ralf Platt vom AMC Rodheim erreichte in 2:17:31.91 als Vierter das Ziel, als Zweiter in seiner Altersklasse Senioren I. Birgit Jüngst-Daubner siegte bei den Damen (2:45:26.54, SC Willingen) vor Tina Urnau (2:57:03.31, delta-bike) und Pia Graulich (3:05:12.68, asc Ströher). Kim Gerlach vom gastgebenden AMC erreichte Platz vier (3:09:45.15).
Der Vorjahressieger und deutsche Meister über die Langdistanz, Max Friedrich, zeigte auf der 55 Kilometer langen Schleife, die zweimal durchfahren werden musste, sein Können. Nach der ersten Runde lag er schon so weit vor dem Zweitplatzierten, dass er einen schleichenden Plattfuß erst bei der Durchfahrt zur zweiten Runde in 4:70 Minuten reparieren konnte. Mit 18 Minuten Vorsprung siegte schließlich der Athlet vom Team Gecko Youngwild in starken 4:43:37.01 Stunden. Zweiter wurde Roel Van Houtum (5:01:38.86, Fietssportief, NL) vor Mark Rongen (5:0413.90, FCC De Plakpunters, NL). Die beste Leistung bei den Damen zeigte über die Langdistanz Birgit Söllner (5:16.30.39, Landshut).
2. Auflage mit 50 Prozent mehr Teilnehmern als beim Vorjahr - Lob von Fachzeitschrift >>Bike<< - anspruchsvolle Strecke zum Artikel